Berufe-Lexikon - Berufe, Berufsbilder & Berufsinformationen

Berufsbild Ernährungsberater/in

Der Ernährungsberater/die Ernährungsberaterin hilft Menschen, die ihre Essgewohnheiten umstellen wollen oder müssen, beispielsweise weil sie unter ernährungsbedingten Krankheiten oder Essstörungen leiden oder bestimmten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes vorbeugen wollen.

Das Berufsbild des Ernährungsberaters beinhaltet ein breites Betätigungsfeld. Ernährungsberater arbeiten mit Einzelpersonen oder Gruppen, stellen Essenspläne auf, wobei sie die individuellen Besonderheiten des Ratsuchenden berücksichtigen, wie Gesundheitszustand, Nährstoffverwertung, Essgewohnheiten, Bewegung, psycho-soziales Umfeld. Anforderungen an den Beruf sind Interesse an biologischen und medizinischen Themen sowie Einfühlungsvermögen, um die Beratungsgespräche erfolgreich führen zu können.

Angebote richtet sich häufig an Erwachsene, aber auch mit Kindern beschäftigen sich Ernährungsberater und -beraterinnen. Viele Kinder leiden heutzutage unter Übergewicht. Es ist sinnvoll, der übermäßigen Gewichtszunahme bereits im Kindesalter entgegenzuwirken. Allerdings nehmen auch Erkrankungen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Kindern zu. Auch hier setzt die Beratung an, um sowohl Eltern als auch Kindern den Umgang mit den Erkrankungen zu erleichtern. Sogar Kleinkinder können von solchen Unverträglichkeiten betroffen sein und deshalb besitzen die Berater auch spezielle Kenntnisse im Bereich der Babynahrung.

Ernährungsberater arbeiten angestellt, freiberuflich oder selbständig in Beratungsstellen, Rehabilitations- und Kureinrichtungen, in Krankenhäusern, Volkshochschulen oder eigenen Räumlichkeiten, wo sie Informationsveranstaltungen und Seminare durchführen.

Ernährungsberater/Ernährungsberaterin ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, und die Ausbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Man kann sich durch verschiedene private Bildungsträger in Kursen oder Fernkursen zum Ernährungsberater aus- bzw. fortbilden lassen. Die Ausbildung dauert zwischen zwei und vierzehn Monaten und wird mit einer internen Prüfung des jeweiligen Bildungsträgers abgeschlossen. Inhalte: Stoffwechsel, Funktion des Verdauungsapparates, Aufbau und Funktion von Nährstoffen, Ernährungslehre, manchmal auch Gesprächsführung, Präsentation- und Sprechtechnik. Für Beschäftigte des Gesundheitswesens wie zum Beispiel Krankenschwester, Altenpfleger, Physiotherapeut, Diätassistent oder Ernährungswissenschaftler kann diese Fortbildung eine sinnvolle Zusatzqualifikation sein.

Verwandte Berufe: Diätassistent/in, Ernährungswissenschaftler/in, Diabetesberater/in, Diätkoch/Diätköchin


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